Donnerstag, 12. Februar 2009

11. Februar 2009: Die Mandarinen des Buddha

Heute wurde mir in Trang eine praktische Lehrstunde in angewandtem Buddhismus vermittelt. Statt eines thailändischen Mittagessens wollte ich, wie schon oft, meinen nicht allzu grossen Hunger mit ein paar Früchten stillen. Das Strasenrestaurant, wo sich auch Jakobs Frau Aranya verpflegte, hatte ein paar der kleinen, wunderbar süssen Banänchen im Angebot. - Gekauft!

Und dann fielen dem früchtehungrigen Schweizer die kleinen chinesischen Mandarinchen an der Wand auf und er begann begehrliche Blicke nach ihnen auszusenden. Halb entsetzt machte Aranya ihn darauf aufmerksam, dass diese Mandarinen als Opfer auf einem Buddha geweihten Altar standen. Der gierige Schweizer hatte das nicht konstatiert und er schämte sich, Buddhas Opfer begehrt zu haben.

Des Schweizers begehrliche Blicke waren aber auch der Verkäuferin. nicht verborgen geblieben. Und sie meinte schliesslich, dass er die Mandarinen schon haben könnte, sie müsse sich nur erst bei Buddha dafür entschuldigen, was sie dann auch tat.

Und so durfte er nach einer bescheidenen Geldspende die köstlichen heiligen Mandarinen schliesslich essen. Laut Aranya würden viele gläubige Thais Buddha geweihte Speisen nie essen.

Aber einen Farang, einen westlichen Ausländer also, den interessiert das weniger. Und wenn es ums Geschäft geht, biegt man sich hier die Religion eben auch ein wenig zurecht.

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Hallo Etienne, guter Bericht aber einen kleinen schönheitsfehler: Aranya und nicht Aranja.
übrigens werde ich dir Muscatfrüchte mit in die Schweiz nehmen. Gruss Jakob & Aranya