Sonntag, 22. Februar 2009

20. Februar 2009: Letzter Eintrag

Wieder zurück in der Schweiz, in der Kälte, im Schnee. Nach fünf Wochen Wärme, Hitze und schönem Wetter ist das gar nicht so einfach. Ein wenig versöhnt hat mich aber der Blick vom Genf anfliegenden Flugzeug. Und total versöhnt wurde ich vom warmen, herzlichen Empfang in der Heimat!

19. Februar 2009: Zweitletzter Eintrag

Nachtrag: In Bangkok ist es einfach, sich auf der Strasse zu verpflegen. Siehe die nachfolgende Diareihe!

Mittwoch, 18. Februar 2009

18. Februar 2009: Voraussichtlich letzter Eintrag

Mein letzter Tag in Bangkok ist angebrochen, der 18'641. meines Lebens. Bereits am Morgen ist es schwülheiss, rund 33 Grad sind für heute angesagt. Und zu Hause liegen 25 cm Schnee!!

Vielleicht sollte ich den Helm aufbehalten,
damit mir bei der Heimkehr nicht die Ohren abfrieren...

Mein Tagesprogramm: Pool, Mani- und Pedicüre (man gönnt sich ja sonst nichts), Fuss- und Nackenmassage, letzte Einkäufe, packen, letztes Abendessen und Wecker stellen, denn morgen sollte ich um 6 Uhr das Hotel verlassen, das Taxi zum Flughafen braucht mindestens eine halbe Stunde.

Es bleibt aber auch Zeit, meine 5 Wochen Südostasien Revue passieren zu lassen: Das heisse und schwüle, pulsierende Bangkok - im Gegensatz zum unterkühlten Genf beim Start.

Chiang Rai in Nordthailand, Ausgangspunkt und Wohlfühl-Oase zum Trip mit Hanspi nach Laos. Das erste Mal den Mekong sehen in Huay Xai, Trekking in Nordlaos zu ethnischen Minderheiten, Einladung an ein Hochzeitsfest, viele , viele arme und trotzdem fröhliche, lachende, strahlende Kinder.

Abenteuerliche Busfahrten, der Höllenritt auf dem Speedboat, gemütliche Mekongfahrt nach Luang Prabang mit Zwischenhalt in Pak Beng, wo abends um 22:30 der Strom abgedreht wird. Fütterung der Mönche, Schwimmen bei Wasserfällen im Urwald.

Vang Vieng, Mekka für Outdoor-Aktivitäten mit dem entsprechenden Publikum und abendlichen Soaps in den Restaurants. Vientiane, die noch ein wenig verschlafen wirkende laotische Hauptstadt, mit dem Lane Xang Hotel, das im Sozialismus vor 30 Jahren schon bessere Zeiten erlebt hat.

Phnom Penh, Millionenstadt mit den entsetzlichsten Zeugen für den Genozid am kambodschanischen Volk, Angkor, die ehemalige Khmer-Hauptstadt, für Jahrhunderte vom Dschungel überwuchert, mit wunderbaren Ruinen, die von der einstigen Grösse zeugen. Abenteuerliche Spinnen-, Heuschrecken- und Käfersnacks.

Totaler Kontrast in Phuket, Ferieninsel in Südthailand, laut, ordinär, wo jeder männliche Tourist angekobert wird. Aber sehr angenehmes Treffen mit Max.

Ko Lanta, die muslimische Insel im Andamanischen Meer, wo man nicht angemacht wird. Tolle Sonnenauf- und untergänge, kristallklares Wasser, Schnorcheln in einem exotischen Aquarium.

Nakhon Sithammarat, Aranya und Jakob, südthailändisches Landleben und berührende Gastfreundschaft, der Nachtzug nach Bangkok, wo sich der Kreis schliesst.

Dienstag, 17. Februar 2009

17. Februar 2009: Beobachtungen

Gestern war ein fauler Tag. Und bis zu meinem Abflug werde ich wahrscheinlich keine dicken Stricke mehr zerreissen. Ich versuche, noch so viel Sonne wie möglich zu tanken.

Abendlicher Blick auf den Pool in meinem Hotel
Die Wetternews aus der Schweiz sind ja nicht sehr ermutigend. In La Brévine im Jura werden wie hier in Bangkok 31 Grad gemessen. in der Schweiz steht jedoch ein fettes Minus vor dieser Zahl!

Bild, wenn ich mich vom Pool wegdrehe...

Am Abend habe ich mir ein muslimisches Halal-Dinner geleistet. Dabei habe ich einen älteren Herrn studiert. Ein Muslim, dunkle Haut, weisser Spitzbart, goldene Brille, ein grosser goldener Siegelring am kleinen Finger der rechten Hand, Wollkäppi, beige, orientalische Kleidung.

Dieser Mann trank auf eine ganz eigenartige Art. Er hielt das Wasserglaas mit beiden Händen und kippte es jeweils so, dass sich grosse Schlucke in seinen Mund ergossen. Das Wasser hielt er lange im Mund. Bei seiner bedächtigen, fast andächtigen Art zu trinken, hatte ich den Eindruck, dass Wasser ihm sehr viel bedeutet.

Dies hat mich irgendwie berührt und daran erinnert, dass Wasser ein kostbares Gut ist, das nicht einfach gedankenlos konsumiert oder verschwendet werden sollte. Es ist wert, genossen zu werden wie ein guter Wein.

Montag, 16. Februar 2009

16. Februar 2009: Gute Erinnerungen

Heute ist der drittletzte Tag meines Südostasientrips. nach meiner Nachtzugreise von Nakhon Sithammarat habe ich gestern mal einen faulen Tag in Bangkok eingelegt. Am Nachmittag besuchte ich den Chatuchak Weekendmarkt – und mit mir wahrscheinlich halb Bangkok. Auf einer Fläche annähernd jener der Altstadt von Solothurn drängen sich Tausende von Ständen. Was in diesem Land für Touristen und shoppende Thais produziert wird, kann hier erstanden werden. Leider auch die immer und überall gleiche Massenware aus China.

Das riesige Angebot rief bei mir einen akuten Entscheidungsnotstand hervor. So verliess ich das Gelände nur mit ein paar Gewürzen.

Ich liess den Tag am Pool ausklingen, begleitet von sehr angenehmen Erinnerungen meiner bald fünfwöchigen Reise.

Die letzten Tage, die ich bei Aranya und Jakob in Nakhon Sithammarat verbringen durfte, werde ich in bester Erinnerung behalten.

Es ist schön, mal den Tagesablauf einer Thaifamilie mitzubekommen, das Zusammenleben mehrerer Generationen, die unaufdringliche Gastfreundschaft, die einem das Gefühl vermittelt, willkommen zu sein.

Oma und Enkelin...


Nirgendwo in Thailand habe ich besser gegessen als bei Aranya, die mit regionalen Produkten wunderbare Menüs zauberte.

Und nach fast einem Monat Käseabstinenz genoss ich auch die reich assortierte Schweizer Käseplatte, die Jakob jeweils zum Frühstück aus dem Kühlschrank zauberte. Und natürlich auch den Chicco d'oro-Kaffee, der wie im “Café Köbi” an der Giacomettistrasse in Bern aus der Jura-Maschine tröpfelte...

Sonntag, 15. Februar 2009

14. Februar 2009: "Störemetzger"

Auf dem Land in Thailands Süden gibt es noch Bräuche, die es in unseren Breitengraden vor vielleicht 70 Jahren noch gegeben hat. Beispiel: Der Störenmetzger. Gestern geschlachtet, heute schon mit dem mobilen Motorradverkaufsstand in eier Tür-zu-Tür-Aktion an den Mann, bezw. die Frau gebracht.

Weitere Impressionen in meinem Webalbum.

12. Februar 2009: Riesenfrüchte

Wenn man mit Einheimischen reist, bekommt man meist viel mehr zu sehen. In Nakhon Si Thammarat, in Thailands Süden, habe ich von Jakobs Frau Aranya eine Einführung in die Vielfalt exotischer Früchte dieser Gegend erhalten. Einfach fantastisch! Nachfolgend ein paar Kostproben der für mich imponierendsten Frucht, deren Namen ich leider bereits wieder vergessen habe. "Tschampada" heissen sie. Danke Max!
Sie sehen nicht nur süss aus, sie sind es auch!!